
Dr. Adriana Lettrari, geschäftsführende Vorständin der EAS MV, im Gespräch mit Prof. Dr. med. Wolfgang Motz, Vorstand der Guth´schen Stiftung – einer der ersten Zustifter:innen der Ehrenamtsstiftung MV.
Die Guth´sche Stiftung war 2016 eine der ersten Zustifter:innen der Ehrenamtsstiftung MV. Was hat Sie ursprünglich dazu bewogen, die Stiftung von Anfang an und bis heute zu unterstützen?
Ehrenamtliches Engagement steigert das Miteinander, indem es Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringt und gemeinsame Werte wie Solidarität und Mitgefühl fördert. Viele soziale, kulturelle und gemeinnützige Projekte wären ohne Ehrenamtliche nicht realisierbar. Sie engagieren sich in Bereichen wie Katastrophenschutz, Flüchtlingshilfe, Altenpflege, Jugendarbeit oder Umwelt. Die Wertschätzung der Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, war unsere Motivation, die Ehrenamtsstiftung MV zu unterstützen.
Was haben Sie sich damals für die Ehrenamtsstiftung MV erhofft, als Sie sich entschlossen, sie zu fördern? Hat sich Ihre Vision über die Jahre hinweg verändert?
Wenn man im Geschäftsleben oder in der Politik Projekte verwirklichen oder fördern will, benötigt man grundsätzlich personelle, räumliche und organisatorische Strukturen. Dies gilt natürlich auch für das Projekt „Ehrenamt“ in MV. Unsere Hoffnung und Vision war, dass durch die Gründung der Ehrenamtsstiftung in Mecklenburg-Vorpommern Strukturen entstehen, die das ehrenamtliche Engagement in unserem Bundesland fördern und verstetigen.
Die EAS MV ist mittlerweile zehn Jahre alt. Welche Entwicklungen und Erfolge der Stiftung haben Sie besonders beeindruckt?
Besonders beeindruckt hat mich die Vergabe des jährlichen Ehrenamtspreises MV. Als Mitglied der Jury hatte ich die Freude zu sehen, welch vielfältige ehrenamtliche Aktivitäten sei es in Schulen, Vereinen und in den Kommunen in unserem Lande gibt. Das größte Problem ist immer, sich für ein Projekt zu entscheiden, da man die anderen Antragsteller mit ihren schönen Projekten nicht enttäuschen möchte. Ein weiterer großer Erfolg war auch die Einführung der Ehrenamtskarte in Mecklenburg-Vorpommern, die das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern anerkennt.
Was würden Sie anderen potenziellen Zustifter:innen empfehlen, die vielleicht überlegen, sich ebenfalls für die Stiftung zu engagieren?
Das Ehrenamt ist ein tragendes Element in der Demokratie, indem es Mitbestimmung, Solidarität und gesellschaftliche Teilhabe fördert. Aus diesem Grunde kann ich nur allen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes, die die finanziellen Möglichkeiten haben, empfehlen, unsere Ehrenamtsstiftung MV zu unterstützen
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Ehrenamtsstiftung MV?
Ich wünsche der Ehrenamtsstiftung MV weitere viele Unterstützerinnen und Unterstützer in unserem Land, damit diese ihre so erfolgreiche Tätigkeit auch in Zukunft fortsetzen kann. Das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ehrenamtsstiftung MV ist enorm wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Mecklenburg-Vorpommern.
