
Dr. Adriana Lettrari, geschäftsführende Vorständin der EAS MV, im Gespräch mit Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei.
Die Staatskanzlei MV ist die Zuwendungsgeberin der Mittel, mit welcher die Ehrenamtsstiftung MV das Ehrenamt im Bundesland mit Hand und Herz stärkt. Wie hast du in deiner Rolle als Chef der Staatskanzlei die Entwicklung der Stiftung in den vergangenen Jahren wahrgenommen?
Die Ehrenamtsstiftung MV hat sich in den letzten Jahren eindrucksvoll weiterentwickelt. Die Stiftung ist zu einem echten Kraftzentrum für das Ehrenamt in unserem Bundesland geworden. Besonders beeindruckt hat mich die stetig wachsende Nachfrage nach den Angeboten der Stiftung. Die Menschen sind nicht nur an der finanziellen Förderung interessiert. Qualifizierungsangebote und Vernetzungsmöglichkeiten werden stark nachgefragt. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung bereits ein Drittel der rund 12.000 Vereine in MV unterstützt. Darauf können alle Beteiligten sehr stolz sein.
Was war dein bewegendster gemeinsamer Moment mit der Stiftung und den Ehrenamtlichen, die sie fördert?
In meiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär haben wir eine Vorpommern-Strategie erarbeitet. Mir war es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger in ganz Vorpommern einzubeziehen. Dazu haben wir gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung eine Veranstaltungsreihe gestartet: die Scheunentour, mit der wir auch in kleine Orte gegangen sind. Die Resonanz war überwältigend. Es wurden zahlreiche Ideen entwickelt. Die Kreativität und der Ideenreichtum der Vorpommern haben mich tief beeindruckt. Ich spürte eine Aufbruchsstimmung, die mich noch heute motiviert, weiter für unsere Region zu kämpfen und auch heute als Chef der Staatskanzlei die Vorpommern-Strategie mit Leben zu füllen.
Welche Rolle spielt ehrenamtliches Tun in deinem eigenen persönlichen und beruflichen Weg?
Ich habe schon früh gelernt, dass man durch Einsatz für andere viel bewirken kann. Das hat mich motiviert, in die Politik zu gehen und mich für unser Land einzusetzen. Mit 16 Jahren war ich das jüngste SPD-Mitglied im Landkreis Uecker-Randow. Ich wollte etwas für die Region verändern, damit junge Menschen eine Perspektive haben und ich wollte und will die soziale Gerechtigkeit voranbringen. Ich war in verschiedenen lokalen Gremien aktiv und bin seit 2016 Vorsitzender der Volkssolidarität Uecker-Randow. Zeit für ehrenamtliches Engagement ist wichtig. Das erdet mich und zeigt mir, was die Menschen in unserem Land bewegt.


Was ist dein Geheimtipp für ein gelungenes Ehrenamt, für Gutes tun in MV?
Sucht euch etwas, das euch wirklich am Herzen liegt. Was gibt es Schöneres, als anderen zu helfen und sich für die Gemeinschaft zu engagieren. Nutzt die Unterstützungs-angebote, die es gibt. Mit dem neuen Online-Portal der Ehrenamtsstiftung MV ist es für die Vereine und Organisationen jetzt so einfach wie nie zuvor, Förderung zu beantragen. Niemand muss Steuerberater sein, um hier eine Förderung beantragen zu können. Und denkt daran: Jeder ehrenamtliche Beitrag zählt, egal wie klein er erscheinen mag.
Was wünschst du dir für die Zukunft der Ehrenamtsstiftung MV?
Viele weitere Jahre, ein starkes Team und viel Erfolg. Möge die Arbeit der Stiftung Menschen zum Ehrenamt bringen, die es sonst nicht gemacht hätten. Das stärkt den Zusammenhalt in MV.