
Dr. Adriana Lettrari, geschäftsführende Vorständin der EAS MV, im Gespräch mit Birgit Hesse, Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern seit 4. Oktober 2016
und Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern seit 22. Mai 2019.
Haben Sie noch eine besondere Erinnerung an die Debatte im Landtag im Zuge der Errichtung der Ehrenamtsstiftung MV?
Verfolgt habe ich die Debatte damals als Sozialministerin. Ein Selbstläufer war die Errichtung der Stiftung nicht, denn es gab durchaus Kritik von der Opposition. Unser damaliger Ministerpräsident Erwin Sellering hat sich persönlich eingebracht und sicher großen Anteil daran, das ist die Stiftung gibt.
Wie haben Sie die Entwicklung der Ehrenamtsstiftung MV in den letzten zehn Jahren wahrgenommen?
Immer wieder begegnen mir Projekte, die mit der Ehrenamtsstiftung MV im Zusammenhang stehen. Für die Vereinsarbeit im Land hat sie viel Gutes bewirken können. Kurzum: Ich höre viel Lob. Dass die Arbeit unserer Stiftung im Land Vorbild für eine Stiftung auf Bundesebene mit Sitz in Neustrelitz war, spricht für sich.
Was macht die Ehrenamtsstiftung MV für Sie einzigartig?
Das ist leicht: Die äußerst unkomplizierte Förderung von Kleinstprojekten sticht ganz sicher heraus! Immer wieder berichten mir Vereine davon und sind voll des Lobes.
Was bedeutet Ehrenamt für Sie persönlich?
Für mich steht ehrenamtliche Arbeit vor allem dafür, dass sich Menschen verantwortlich fühlen und privat für Dinge einsetzen, die Ihnen am Herzen liegen. Das passiert ganz klassisch natürlich im Sport oder der Kulturszene, aber genauso im Elternrat der Kita, im Tierschutz, bei der Feuerwehr oder durch handwerkliche Arbeit – etwa zum Erhalt der Poeler Kogge. Ehrenamtliche Arbeit steht für mich für das Miteinander oftmals sehr unterschiedlicher Menschen in unserem Land. Sie tut unserem Land gut!
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Ehrenamtsstiftung MV?
Kurz und knapp ließe sich schlicht sagen: Weiter so! Unbedingt sollten auch künftig sehr kleine Zusammenschlüsse ehrenamtlich, tätiger Menschen die Aufmerksamkeit der Stiftung haben. Als Flächenland mit geringer Bevölkerungsdichte muss uns daran liegen, so viel Engagement wie möglich zu unterstützen. Am Ende ist schließlich jede ehrenamtliche Tätigkeit wichtig, egal wo sie geleistet wird.